ZITATE AUS MERCEDES-PROSPEKTEN
 

Die Macht der Worte

 

Neben den Werbeanzeigen in Magazinen (und der in frühen Jahren ganz seltenen Fernsehwerbung) sind eigentlich die Prospekte die wirklichen Transportmittel für eine flächendeckende Verbreitung der herausragenden Vorzüge von Mercedes-Benz-Fahrzeugen. Überdies zeigen sie, wie sich die Stuttgarter und ihre Produkte selbst sahen - und was sich im Vergleich zur Situation heute grundlegend gewandelt hat.

Die Erläuterungen von technischen Eigenschaften waren und sind nie ein Problem, diffiziler wird es aber immer beim "Drumherum", wenn man bespielsweise versucht ist, das Wesen einer Marke dem potentiellen Kunden näherzubringen. Und in den frühen Ausgaben findet man sogar noch Bestrebungen, Wertvorstellungen rund ums Autofahren zu vermitteln - etwas, was in den neueren Ausgaben gar nicht mehr vorkommt. Unglücklicherweise ändern sich im Laufe von Jahrzehnten die Bedeutung oder die "Verwendbarkeit" von Begriffen; was früher völlig in Ordnung war, läßt den Leser heute schmunzeln.

Aber nun genug der einleitenden Wort. Lassen wir die Texter von Mercedes-Benz selbst zu Wort kommen.

 

 

 

 

 

 

 

“Daimler and Benz were [...] hard-headed mechanical engineers.
Men who valued technical perfection and flawless workmanship
above all else. Today, at Mercedes-Benz, such engineers still
 rule the roost. Design decisions are made by an engineer, not
 a cost accountant or a marketing expert.”

Passenger Car Program Mercedes-Benz of North America, 1971,

 

 

 

 

 

 

 

Frage: “Wird Mercedes seine Lieferfristen abbauen oder werden sie
absichtlich hochgehalten?”

Antwort: “Absichtlich hochgehaltene Lieferfristen würde bedeuten,
daß man die Kunden an die Konkurrenz loswerden will. Und das
wollen wir natürlich nicht. Also haben wir die Produktion gesteigert.
Aber es bleibt dabei: Qualität kommt vor Quantität.”

Mercedes gibt Antwort auf 100 Fragen 1971

 

 

 

 

 

 

 

"Das Automobil als Nur-Fortbewegungsmittel macht keine Freude
und gibt dem Menschen auch nicht die Einstellung zum fahrbaren Untersatz, die ihm ein wenig Glück vermitteln kann.”

Mercedes Benz in aller Welt Nr. 123

"Vielleicht ziehen Sie es vor, einen modischen Wagen zu fahren,
einen der mehr aufregt. Das würden wir bedauern, denn wir
bauen zugegebenermaßen unsere Modelle so, daß jede
Aufregung ausgeschaltet wird."

Mercedes 280S/280SE/280SE 3.5  1971

 

 

 

 

 

 

 

"[...] Sie sollten eine Probefahrt machen. [...] Es wird ein Tag werden,
an dem Sie [...] ein paar Augenblicke lang wieder ihrer Jugend
begegnen."

Mercedes 300 SEL 6.3 1971

“Irgendwann wird man der Jugend lassen, was nur der Jugend gehört:
ihre Jugend.”

Mercedes gibt Antwort auf 100 Fragen 1971

 

 

 

 

 

 

"Die Straßen von heute sind keine Promenaden der Eitelkeit und
 keine Rennpisten mehr - und werden es nie mehr sein."

Mercedes 280S/280SE/280SE 3.5 1971

 

 

 

 

 

 

 

"Rennwagen für Familienväter verlassen den Bereich, den
Mercedes-Benz  noch verantworten kann."

Das können Sie heute verlangen 1969

 

 

 

 

 

 

 

“Der Fahrer ist in gewissem Sinne die Hauptperson im Automobil,
auch wenn es einmal nicht der Vater der Familie sein sollte.”

MB-Informationen für Kunden und Freunde des Hauses 1966

 

 

 

 

 

 

 

Frage: “Ist das Automobil für seinen Besitzer nur ein Gebrauchsgegen-
stand oder bedeutet es ihm mehr?”

Antwort: “Auto bedeutet mehr als Kühlschrank, Waschmaschine
oder Fernsehgerät. In allen Ländern der Erde ist ein Automobil für
seinen Besitzer ein sichtbares Zeichen für das, was er beruflich
oder sozial erreicht hat. Außerdem weckt Autofahren in einem Mann
Vorstellungen  von vervielfachter Kraft, von Freiheit und Kampf.”

Mercedes gibt Antwort auf 100 Fragen 1971

 

 

 

 

 

 

 

"Es fällt leichter, höflich zu fahren. Wer bremsen, auskuppeln,
schalten, einkuppeln und Gas geben muß, um einen Fußgänger passieren zu lassen, tut das nicht so gerne."

Wählen statt schalten - die Mercedes-Benz-Automatic 1970

 

 

 

 

 

 

 

”You could load a few cement blocks and stuff the rear seat with
fat men -  and the 250’s stern wouldn’t stag. The reason: a
diabolically clever new engineering triumph, the Hydro-Pneumatic compensating spring."

Mercedes-Benz of North America - the 250S 1966

 

 

 

 

 

 

 

"Mercedes-Benz refuses to build stripped models, then charge extra
for simple amenities.”

Six Mercedes-Benz Motor Cars, ca. 1966

"Wir haben es in Kauf genommen, daß unsere Automatic teurer
angeboten werden muß.”

Wählen statt schalten - die MB-Automatic 1970. Über den Nutzen der zweiten Ölpumpe im Getriebe

 

 

 

 

 

 

 

"Der satte Klang beim Türenschließen ist keine akustische Effekthascherei [...]. Mercedes-Benz hat in der Produktion Spezialisten, die nur eine einzige Aufgabe haben: Die Maßhaltigkeit der Türen
zu prüfen."

Mercedes 280S/280SE/280SE 3.5  1971

 

 

 

 

 

 

 

"Mag der Mercedes-Stern nun ein sogenanntes Statussymbol sein
oder nicht, [...] der Stern auf dem Kühler kostet DM 4,35. Den
Rest bezahlen Sie für Fahrzeugeigenschaften, die es anderswo für
diesen Preis wohl noch nicht gibt."

Das können Sie heute verlangen 1968

 

"Der 600 Pullman hat einen um 50% größeren Innenraum als der 220. Dafür - aber nicht nur dafür - ist er auch um ein paar hundert Prozent teurer."

Das können Sie heute verlangen 1968

 

 

 

 

 

 

 

"Man kann die Fahreigenschaften als Mischung von vorwärtsreißender Kraft und äußerster Gleichgültigkeit gegenüber der Fahrbahn bezeichnen."

Mercedes 300 SEL 6.3 1971

 

"Vier [...] Scheibenbremsen [...] zerlegen die Geschwindigkeit von 220 km/h in einer kleinen Reihe von Sekunden in pures Nichts [...] und
setzen in genau der gleichen Zeit etwas zusammen, was man
Vertrauen nennen könnte."

Mercedes 300 SEL 6.3 1971

 

 

 

 

 

 

 

"Wer 200 km/h fährt, um zu beweisen, was er für ein Kerl ist, beweist,
daß er für sich und andere eine Gefahr darstellt."

Das können Sie heute verlangen 1969

 

"[..] Demgegenüber stellen immer mehr Autofahrer fest, daß im
dichter werdenden Verkehr nur noch derjenige - gelegentlich - Freude
am Fahren haben kann, der mit einem gehörigen Leistungsüberschuß seiner Maschine in der Lage ist, sich so oft wie möglich aus der
großen Masse der Fahrzeuge nach vorn abzusetzen."

MB-Informationen für Kunden und Freunde des Hauses 1966

 

 

 

 

 

 

 

"Hier ist die Mercedes-Benz Definition von Sportlichkeit heute:
'Zügiges, beherrschtes Fahren und kompromißlose Fairness.'
Alles andere ist unserer Ansicht nach unvernünftig und [...]
unmännlich."

Das können Sie heute verlangen 1969

 

 

 

 

 

 

 

Die Sterntwiete —  Private, nichtkommerzielle Seite  © 2004 - 2020 M. Parschau, Hamburg