EINLEITUNG
 

Die “Sterntwiete”


Schon lange vor dem Kauf meines W108 besuchte ich und besuche noch heute jährlich eine Vielzahl von Veranstaltungen. Mir gerieten diverse Modelle der Typen W108/W109 vor die Linse, und der Schritt zum Aufbau einer Internet-Seite war nicht weit, um die dokumentierten Autos und deren Details allen Interessierten zugänglich zu machen. Urspünglich sollte die Seite Daimlertwiete heißen, in Anlehnung an einen Straßennamen in Hamburg, doch unglücklicherweise ist die Verwendung aufgrund des enthaltenen Markennamens nicht erlaubt (und wurde sogar ausdrücklich seitens Stuttgart verboten). In Hamburg gibt es noch eine Benzstraße, sowie die - Sterntwiete.  “Twiete” bedeutet im norddeutschen Sprachgebrauch “kleiner Weg”; als Kennzeichnung für einen Abzweiger im Internet also wunderbar geeignet.

Wer an dieser Website Gefallen findet und der Sterntwiete etwas zukommen lassen möchte, kann gern einmal auf diesen Amazon-Wunschzettel schauen. Manche Bücher werden dort auch zum günstigeren Preis gebraucht angeboten. Beim Versenden bitte auf Vollständigkeit der Lieferadresse achten.
Ein herzliches Dankeschön an: Uta S., Michael V.. Joachim B. und Michael W.!

 

 

 

DER URVATER ALLER S-KLASSEN
 

Mercedes-Benz W108 / W109 (1965-1972)


Klassische Automobile spiegeln neben den Wert- und Wunsch-Vorstellungen der Erbauer auch Geschmack und Zeitgeist der jeweilige Epoche wider, meistens natürlich zeitlich etwas versetzt - es sei denn, das Kommende wurde präzise vorhergesehen, oder es kam völlig Neues. Die Limousinen der Baureihen W108/W109 sollen Mitte der 60er als Modelle der "gehobenen Mittelklasse" (Wortlaut Daimler-Benz) an den Start gehen und sind zweifelsfrei eher auf die erfolgreichen, aber konservativ denkenden Käuferschichten zugeschnitten. Mit der Heckflosse ließ Mercedes modischem Einfluß ungewohnt viel freien Raum mit dem Nachteil, daß "man" damit sehr schnell alt aussehen konnte, was auch passierte. Das mußte künftig wieder anders werden, denn wer will schon nur wegen der äußerlichen Merkmale eine Art eingebautes Verfallsdatum für das in langen Jahren entwickelte Modell? 1963 waren die Formen der neuen Limousinen der Reihen W108/W109 weitgehend gefunden, sechs Jahre nach dem Start der Heckflosse 1959 sollen sie auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt dem Publikum präsentiert werden. Doch was ist 1965 überhaupt für ein Jahr?
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WAS ÜBER DIE ERSTE ECHTE S-KLASSE GESCHRIEBEN STEHT
 

Allgemeine Merkmale W108 / W109


Eine S-Klasse von Mercedes-Benz soll fortschrittlich sein, den Maßstab für den Wettbewerb darstellen und zeigen, was Stand der Technik und damit machbar ist. Geschmack und Zeitgeist fließen zweifelsfrei ein, jedoch kann man auch immer auf der Sachebene die reinen Produkteigenschaften darstellen und mit Blick auf die Konkurrenz eine Bewertung vornehmen. Was zeichnet die W108 und W109 in technischer Hinsicht aus? Die Sterntwiete setzt zum Rundumschlag an und sammelte alles Wissenwerte für Fans der ersten echten S-Klasse. Die Antworten stehen
hier >> (nicht öffentlich)

 

 

 

ZAHLEN UND FAKTEN
 

Technische Daten aller Modelle


Was wäre eine Seite zu einem automobilen Klassiker, ohne die technischen Details zu nennen? In der Erstfassung der Sterntwiete waren diese noch nicht enthalten, doch nach genauer Sichtung war festzustellen, daß die bekannten Seiten und auch die Angaben in der Literatur fast immer nur an der Oberfläche bleiben. Deshalb hier die technischen Daten aller Modelle in einer Form, die wirklich praxisgerecht ist - Mercedes W108/W109 in Kilo, Meter und Sekunde, das alles findet sich in diesem Abschnitt. Dazu zählen auch Angaben über Leerlaufdrehzahlen, Abgas und Werte zur Zündeinstellung; selbst Bauzeiten, Stückzahlen und ABE-Nummern sind aufgeführt, sofern bekannt.  Die Aufteilung auf mehrere Seiten erfolgte aus Gründen der Übersichtlichkeit.

Daten modellübergreifend W108 Sechszylinder bis 12.67
W108 Sechszylinder ab 01.68W108 Achtzylinder
W108 langW109 SechszylinderW109 Achtzylinder
 

Wer außerdem sehen möchte, wie sich hinsichtlich der Innenraumgröße die W108/109 gegenüber anderen S-Klassen-Modellen schlägt, der öffne diese Grafik.

 

 

 

HEUTE NUR NOCH BEI VOLLRESTAURATION FREIE AUSWAHL
 

Lackierungen


Ein wesentlicher Aspekt beim Aufbau dieser Seiten war der Wunsch, einmal alle Lackierungen in “echt” anzutreffen, und nicht mehr nur auf die Farbkarten (original oder im Nachdruck) angewiesen zu sein. Das Thema “Lackierungen” unterscheide ich hier aber nicht entsprechend den Preislisten (Serien-, Sonder- und Metallic), sondern nach Uni- und Metallic-Lack, Zweiton sowie individueller Farbwahl eines 108-Besitzers, welche nicht den vorgesehenen Lackmustern entspricht. Dazu noch ein paar ausgewählte, auffallende bzw. seltene Lackierungen anderer Mercedes-Benz-Baureihen sowie auch Schrilles unter “Lack sonstige”.

Allgemeines (Typenschilder und Bedienhinweise)W108/9 Lack Uni
W108/9 Lack MetallicW108/9 Lack ZweitonW108/9 Lack individuell
 
Sonstige Lackierungen früher Mercedes-Modelle (Auswahl)

 

 

 

WIE MAN SITZT SO FÄHRT MAN
 

Polsterungen


Es sollen in fernerer Zukunft alle Polstervarianten im Bild gezeigt werden. Das Kapitel “Polsterungen” ist aber noch unvollständig, es ist mit Fehlstellen zu rechnen, denn es zeigt sich einerseits, daß die Zahl der Polster groß war und andererseits es, damals wie heute, ganz besonders selten anzutreffende Ausstattungsvarianten gab. “Früh” und “spät” bezeichnen bei MB-Tex und Leder die verschiedenen, lieferbaren Bezüge vor und nach Januar 1968, zu diesem Zeitpunkt haben sich die Ausstattungen grundlegend verändert; nach spätereren wird allerdings nicht weiter untergliedert.

Allgemeines (Stoffmuster/Teppichtypen)Standard StoffE-Stoff + Karo
Cord VeloursMB-Tex frühMB-Tex spätLeder frühLeder spät

 

 

 

AUFGEMERKT
 

Details


Neben den Lackierungen und Polsterungen werden hier auch diverse Details der Karosserie und des Innenraums gezeigt: Reifen, Felgen, Lampen, Klimakonsolen, Extras  - alles, was mir mal irgendwann und irgendwie untergekommen ist. Wichtig ist zum einen, im Bild nachzuweisen, welche Sonderausstattungen es einmal gegeben hat (bspw. wie hintere Nackenrollen in einem W108 aussehen), zum anderen aber auch die Dokumentation der mir untergekommenen, von den Besitzern ausgeführtenModifikationen, also Abweichungen vom originalen Zustand.

KarosserieMotorraumFahrwerkRäderScheinwerfer
InnenraumHolzausstattung“Zettelwirtschaft” Bordwerkzeug

 

 

 

ENDLICH GEKNACKT
 

Codes der Datenkarte


Praktisch jeder Besitzer eines klassischen Mercedes-Benz ist bestrebt, den Auslieferungszustand des eigenen Mobils zu ermitteln und weiß auch um die Möglichkeit, in Stuttgart nach der sogenannten Datenkarte zu fragen, die ein bestimmtes Format hat und in welcher die Austattungsmerkmale codiert verzeichnet sind. Reicht der Platz dort nicht aus, oder gibt es besonders exklusive Kundenwünsche, wird die Karte um weitere Produktionsaufträge ergänzt. Liegt die Datenkarte einmal vor, besteht die Aufgabe anschließend darin, sich nun ein Bild vom Fahrzeug direkt nach Verlassen der Werkstore zu machen - ergo sind die Codes in mehr oder minder klartextliche Beschreibung “aufzulösen”. Und genau das geht mit Hilfe dieser
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WAS BIN ICH?
 

Modelljahr-Identifizierung


Begegnet man einem W108 oder W109, erliegt man als Interessierter nicht selten der Versuchung, durch Beachtung der bestimmenden Attribute den Typ und den Herstellungszeitpunkt zu ermitteln. Die erste große Modellpflege erfolgte 1968 und trennt so die frühen von den späten Exemplaren. Doch wer kann schon davon ausgehen, daß in der Zeit bis heute nichts geändert wurde? Der Tausch der Innenausstattung wird wohl am häufigsten anzutreffen sein. Scheinwerfer, Felgen und Kühlermaske lassen sich schnell wechseln, Türgriffe dagegen schon weniger zügig, diverse Details wie etwa die Schaltkulisse oder der Tachometer-Index kaum bis gar nicht. Man kann deshalb nur solange mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit Vermutungen anstellen, wie man noch nicht mit dem Besitzer gesprochen hat. An dieser Stelle sei vieles von dem zusammengefaßt, was eine äußerliche Identifizierung
ermöglicht >>

 

 

 

NACH VERLASSEN DER WERKSTORE WAR NOCH LANGE NICHT SCHLUSS
 

Zubehör


In diesem Abschnitt finden sich Hinweise und Werbeanzeigen über Zubehörteile speziell für den W108/9, die von Fremdherstellern angeboten wurden. Ausgewertet wurden dafür diverse zeitgenössische Zeitschriften; fündig wird man dabei im Kleinanzeigenteil. Hinweis vorab: Es gab erstaunlicherweise schon Ende der 60er viele direkt für die Modelle W108 angebotene Leichtmetallfelgen, aber ich vermute, daß es für die meisten keinen TÜV-Segen gab. In den frühen 70ern widmete Auto, Motor und Sport diesem Thema, also Felgen von Fremdherstellern und die rechtliche Seite, einen eigenen Beitrag. Die Stützpunkte des Technischen Überwachungsvereins hatten bis dato noch keine festgelegte, einheitliche Vorgehensweise bei der Abnahme und Eintragung neuer Rad- und Reifenkombinationen ...
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BESSER MACHEN
 

Tune-Up


Die Modellreihe W108/109 gibt den technischen Stand von jüngstens 1972 wider. Aber warum soll man sich damit begnügen? Wenn man seiner Phantasie freien Lauf läßt oder mal langsam in den Werkstatthandbüchern blättert, findet man Diverses, welches sich verbessern ließe - im größeren wie im kleinen Bereich. Auch gab es, und gibt es teilweise bis heute, Lösungen von Drittanbietern, die Vorteile in der Praxis versprechen, wie etwa in der Wirkung einstellbare Stoßdämpfer. Hier mal ein paar solcher Dinge ...
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SEITEN-WEISE
 

Literatur zu W108/9 sowie über Mercedes-Benz


Selbstverständlich findet man eine Vielzahl von Büchern und jede andere Art von Druckwerk über Modelle von Mercedes-Benz. Eine grundsätzliche Gliederung kann hier vorgenommen werden in die Kategorien Werkstatthandbücher und Reparaturanleitungen einerseits sowie Modellgeschichte andererseits. Letztere haben sehr häufig den Nachteil, daß sie an der Oberfläche bleiben und kaum etwas wirklich Greifbares enthalten ist; da muß man aufpassen. Zur Reihe W108/109 gibt es kaum eigenständige Werke, meist sind es einzelne Abschnitte oder Kapitel innerhalb einer Publikation ...
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SO BRACHTE MAN SIE AN DEN MERCEDES-MANN
 

W108/9 in der Werbung


Früher nannte man Marketing einfach nur Absatzwirtschaft, und eines der wichtigsten Instrumente war die Werbung in Zeitungen und Magazinen. Mercedes-Benz hatte seinerzeit die Philosophie, eine sachliche Linie in der Produktdarstellung zu fahren und in den Anzeigen potentiellen Kunden tatsächlich Informationen über die Fahrzeuge der Typen W108 und W109 zu bieten. Etwas, was damals keinesfalls von allen anderen Automobilherstellern in gleicher Weise zu finden war. Mercedes-Benz wußte aber schon, wie die emotionale Schiene zu bedienen war, nicht selten fanden sich die Mobile in exklusiven Umgebungen wieder. Die zeitgenössische Werbung über die erste S-Klasse von Mercedes-Benz ist vielfältig und heute bei Betrachtung ein Genuß, auf den man nicht verzichten sollte.
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DIE EWIGEN JAGDGRÜNDE
 

“Briefings”


Für die allermeisten Autos - abgesehen vielleicht von Modellen der Nobelmarken und Exoten - kündigt sich irgendwann der jüngste Tag an. Nach einer langen Phase des Dienens, und meistens auch des häufigen Weiterreichens in andere Besitzerhände, sinkt der Wert Richtung Nullpunkt. Die “letzte Hand” fällt dann die für das Auto folgenschwerste Entscheidung - die der Entsorgung. Was bleibt, sind manchmal nur noch Erinngerungsfotos - und der Fahrzeugbrief. Fällt mir einer vom 108 in die Hände, spüre ich der Geschichte in diesem Kapitel nach.
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WEITERFÜHRENDES
 

“Ver-Weise”


Es gibt eine Sammlung von Modellpflegemaßnahmen, als “Chronologie der technischen Änderungen” bezeichnet, welche vorrangig Aufschluß geben über Verbesserung im Laufe der Produktion unter dem Blech. Sie sind
hier einzusehen. Den Inhalt der Preisliste von Mai 1972 kann man dort ansehen. Wer sich dann noch daran erinnern möchte, was man alles bei AMG hätte bestellen können, lese diese Preisliste. Und hier gehts zum nichtöffentlichen, geschützten Bereich “Area 51” - die Schattenseite der Sterntwiete. Kennung und Paßwort erforderlich.

 

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